Swiss Army Man ★★★★½

Was für ein liebenswerter, kreativer, ungewöhnlicher Feel-Good-Movie, und für mich einer der bisher besten Fantasy Filmfest Eröffnungsfilme! Es geht um Freundschaft und darum, sein Glück zu finden. Und um eine furzende Leiche, aber das sollte einen nicht abschrecken, obwohl es erst mal bloß nach stumpfem Humor klingt.

Hank sitzt schiffbrüchigerweise auf einer kleinen Insel fest und hat schon mit seinem Leben abgeschlossen, als plötzlich ein toter Mann an den Strand geschwemmt wird. Mit seiner Hilfe schafft er es, ans Festland zu gelangen, und schleppt die Leiche von da an mit sich Richtung Zivilisation. Zuerst weil er dankbar für die Rettung ist, nicht mehr einsam sein will und möglicherweise einen leichten Knacks weg hat. Aber daraus entwickelt sich eine echte Freundschaft.

Viel mehr sollte nicht verraten werden, denn wie sich die Reise der beiden entwickelt, und zu was so eine Leiche noch alles gut sein kann, steckt voller Überraschungen. Dabei passiert streng genommen gar nichts bombastisches in dem Film. Er lebt von seinen beiden Hauptdarstellern, die gleichzeitig verrückt wirken, aber auch sehr menschlich. Man schließt sie jedenfalls schnell ins Herz. Und wenn Hank für seinen toten Kumpel aus Müll kleine und große Kunstwerke zaubert, dann ist das nicht nur rührend, sondern auch sehr phantasievoll in Szene gesetzt. Möglich, dass der Film sich beim zweiten Mal etwas zieht, aber ich ziehe ihn trotzdem schon für einen Heimkino-Kauf in Erwägung.

Mir hat SWISS ARMY MAN mit seinen skurrilen Einfällen jedenfalls ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Und dieses Gesumme einen Ohrwurm in meine Gehörgänge. Dadadaadaadaa...

> Mein Blogeintrag zu den FFF Tagen 1 & 2
> Meine FFF 2016 Liste