The Bermuda Triangle ★★

Einmal tief durchatmen... Kindheitstrauma-Bewältigung. "SOS Bermuda-Dreieck" (a.k.a. "SOS-SOS-SOS Bermuda-Dreieck" - ja, wirklich) ist der einzige Film, bei dem ich mich daran erinnere, ihn mittendrin verängstigt ausgeschaltet und nie zu Ende geguckt zu haben. Ich dürfte etwa 11 Jahre alt gewesen sein, als er im Fernsehen lief. Es ging um ein Schiff, das in der Nähe des berüchtigten Bermuda-Dreiecks eine gruselige Puppe aus dem Meer fischt. Ein Mädchen an Bord nimmt sie an sich und beginnt sich von da an merkwürdig zu benehmen. Sie redet ständig über den Tod, bestellt beim Schiffskoch rohes Fleisch für ihre Puppe und behauptet, sie würde mit ihr sprechen. Dann kommt eine Szene, in der das Mädchen von Vögeln attackiert wird. Hinterher liegen einige von ihnen mit durchgebissener Kehle auf dem Boden... und man sieht die Puppe, wie ihr Blut aus dem Mund läuft. Das war damalsd zu viel für mich, aber die Szene hat sich in mein Hirn gebrannt und ich hatte immer vor, mir den Film irgendwann einmal zu Ende anzusehen.

Jetzt also endlich der DVD-Kauf. Mutig machte ich mich bereit, mich dem Schrecken zu stellen. Und was war? Nichts. "SOS Bermuda-Dreieck" ist kein guter Film, und das einzig gruselige daran ist tatsächlich die Puppe. Der Rest besteht aus dem zusammenhanglosen und erstaunlich unspannend inszeniertem Verschwinden diverser Flugzeuge und Schiffe, während wir der Haupthandlung um das Boot mit der Puppe zu folgen versuchen. Auf dem Papier passiert eine Menge: Stürme, Zeitverschiebungen, ein riskanter Tauchgang auf der Suche nach Atlantis, die Puppen-Attacken, leider auch Hai-Snuff... und trotzdem zieht sich der Film so sehr, dass wir uns nach einer Stunde gefragt haben, ob nicht schon zwei vergangen sind. Und die Dialoge! Man kann über die deutsche Synchro zumindest lachen.

Wenn ich meinem jüngeren Ich eine Nachricht duch die Zeit schicken könnte, würde ich es trösten, dass es bei diesem Film nichts weiter verpasst hat.