The Dark Half ★★½

Bei allem Respekt für George A. Romero, was seine frühen Verdienste für das Zombie-Genre angeht... Das war nix. STARK (so der deutsche Titel) lief an unserem Stephen King Wochenende zu starker Konkurrenz, und als achter von neun Filmen hatte er außerdem einen undankbaren Platz. Aber meine aufkommende Müdigkeit hatte nicht nur mit der Uhrzeit zu tun.

Es geht, wie so oft bei Stephen King, um einen Schriftsteller. Dieser hat sogar mit King gemeinsam, dass er seine brutalsten Geschichten unter einem Pseudonym veröffentlicht hat. Als dieses auffliegt, beschließt er, den erfundenen Autor zu beerdigen - aber das missfällt diesem sehr. Er materialisiert sich in unserer Welt und beginnt Morde zu begehen, die natürlich dem unschuldigen Schriftsteller in die Schuhe geschoben werden.

Man merkt schon bei einer ziemlich expliziten Gehirn-Operation zu Beginn des Films, dass Romero großes Gefallen an den Gore-Sequenzen gefunden hat. Die machen was her. Das Problem ist nur, dass es in STARK eigentlich mehr um die Psyche gehen sollte, denn schließlich erforschen wir die Gedankengänge eines Schriftstellers. In Buchform wird das wahrscheinlich besser funktioniert haben. Dass mir keiner der Charaktere sonderlich sympathisch war oder ich überhaupt eine Bindung zu ihnen aufbauen konnte, erschwert die Sache noch. Und dann diese TV-Film-Optik... ein bisschen wie bei Needful Things. Die Vögel waren nett in Szene gesetzt, aber insgesamt gab es einfach zu viel, was mich gestört hat. Trotz der interessanten Grundidee.

Traurigerweise habe ich BRUISER, den einzigen anderen Romero Film, den ich neben seiner Zombie-Trilogie gesehen habe, ähnlich schwach in Erinnerung. Ich hoffe das liegt nicht daran, dass er nach der Trilogie keine guten Filme mehr auf die Reihe gekriegt hat. Ich sollte mir vielleicht mal THE CRAZIES ansehen, um eine bessere Meinung von ihm zu bekommen.