The Dyatlov Pass Incident ★★★½

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- - - Teil von BOBOS FILMBOX 02/2016 – Oben Edition - - -

"Devil's Pass" ist ein seltsamer Fall. Ich kannte ihn bereits, und habe ihn bei der ersten Sichtung nur mittelmäßig bewertet. Aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto besser hat er mir rückblickend gefallen, und beim zweiten Mal war ich jetzt tatsächlich viel positiver gestimmt.

Ich liebe vor allem das letzte Drittel. Found Footage Horror ist leider oft nur eine Art Geisterbahnfahrt, die von einem Jump Scare zum nächsten führt, ohne sich wirklich Mühe mit der Geschichte zu geben. Aber hier hat man sich etwas ungewöhnliches einfallen lassen. Das mag manchen wahrscheinlich zu verrückt sein, aber mir gefälllt das Finale sehr. Außerdem - und das kommt selten vor - ist es ein Bonus, dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht. Denn die brauchte man gar nicht künstlich aufzubauschen. Das Unglück vom Djatlow-Pass hat auch als schlichter Wikipedia-Artikel bereits echtes Gänsehautpotential. Ich frage mich, warum nicht schon mehr Filme darüber gedreht wurden.

Der Grund, weshalb ich "Devil's Pass" zuerst nicht wirklich mochte, waren die Charaktere, die mir eine Spur zu anstrengend waren. Da sich der Film anfangs Zeit lässt, muss man ihr debiles und notgeiles Gelaber eine ganze Weile ertragen. Dass da jeder jeden abschleppen will, ist schon ziemlich unglaubwürdig. Immerhin befinden wir uns nicht bei Spring Break Shark Attack, sondern in der ungemütlichen Kälte einer Gebirgsexpedition. Aber immerhin sind nicht ständig alle zerstritten, was mich bei solchen Filmen besonders nervt.

"Devil's Pass" schnappt sich ein geheimnisvolles Thema und baut eine überraschende Geschichte drum herum. Sollte man als Found Footage Fan gesehen haben.

[den ganzen Text mit Svens Meinung gibt's unter dem Link oben]