The Little Mermaid ★★★★

Kommen wir zu einer Reihe von Filmen, die bei mir einen heftigen Nostalgiebonus abbekommen, weil ich sie als Kind so oft gesehen, mit Freudinnen nachgespielt und Szene für Szene abgemalt habe. ARIELLE, DIE MEERJUNGFRAU war der erste Disneyfilm, den ich im Kino gesehen habe - und was war das für ein Erlebnis!

Aus heutiger Sicht könnte ich bemängeln, dass Arielle ganz schön naiv und Eric nur mäßig interessanter als die Prinzenschablonen der Vergangenheit ist. Die "Liebe auf den ersten Blick" Geschichte zieht bei mir eh nicht. Aber die hübsche Unterwasserwelt zieht mich dafür immer noch sofort in ihren Bann. Ich mag Urusla, Triton, und sogar die Sidekicks sind nicht so nervig, wie in vielen anderen Trickfilmen. Dazu kommt, dass in dem Film viel gesungen wird und die Lieder die perfekten Ohrwürmer für mich sind. Einige habe ich inzwischen vielleicht eine Spur zu oft gehört, aber das ändert nichts daran, wie wenig unangenehme Aussetzer es gibt. Visuell und musikalisch scheint Disney hier tatsächlich den Sprung in eine neue Ära geschafft zu haben, das merkt man. Und das Tempo stimmt dabei auch noch. Schon in den vorangegangenen Filmen gab es kaum Längen, aber hier nimmt man sich zusätzlich die Zeit, die man braucht, um das Ganze nicht zu gehetzt wirken zu lassen.

Nach Arielle gab es noch einige modernere Disneyfilme mit interessanteren Figuren und Geschichten, aber er wird für mich trotzdem immer der Startschuss für die Disneyleidenschaft bleiben, die mich einige Jahre lang sehr geprägt hat.

P.S. Weil ich mir nicht die Verwirrung einer neuen Synchro antun wollte, habe ich den Film im O-Ton geguckt.