The Name of the Rose ★★★★

4. Film unseres "Götter & Teufel" Marathons.

Ich habe eine Schwäche für das Mittelalter und spannende Murder Mysteries, weswegen DER NAME DER ROSE mir sehr gefallen hat. Dazu kommt, dass man eine gewisse Anspruchshaltung spürt, die eine Literaturverfilmung im Idealfall von einem bloß seiner Schauwerte wegen heruntergedrehten Blockbuster unterscheidet. Und die Atmosphäre ist sehr stimmig. Die beiden sympathischen Protagonisten stehen im Kontrast zu der bedrohlichen Umgebung des Klosters, in dem man sich nicht unbedingt heimisch fühlt.

Den Roman von Umberto Eco habe ich nicht gelesen. Das Drehbuch hat auf mich aber ziemlich schlüssig gewirkt, ohne dass ich Lücken gespürt hätte. Manchmal merkt man ja ohne die Romanvorlage zu kennen schon, wenn sich ein Film abhetzen muss, um alles unterzubringen, was ihm wichtig erscheint. Hier hatte ich dieses Gefühl nicht.

DER NAME DER ROSE ist einer der Filme, die mir mit der Zeit immer besser gefallen. Zum ersten Mal habe ich ihn in der Schule gesehen. Dann gab es im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Exkursion zum Kloster Eberbach, wo ein Teil der Dreharbeiten stattgefunden hatten. Dazu hatte ich ein Referat geschrieben, auf dass ich damals ziemlich stolz war. ;) Die letzte Sichtung des Films war jetzt allerdings mindestens 15 Jahre her, und ich bin froh, meine Erinnerungen aufgefrischt zu haben. Vielleicht traue ich mich ja irgendwann doch noch an den Roman.