The Neighbor ★★★½

Ein zwar von der Handlung her nicht sonderlich einfallsreicher, aber ziemlich spannender Thriller.

Das erste Drittel würde ich noch etwas schwächer bewerten, weil sich zwar viel Zeit für den Aufbau genommen wird, aber die Charaktere das nicht wirklich hergeben. Das im Mittelunkt stehende Gangsterpärchen wird uns zwar als Sympathieträger verkauft, weil sie aussteigen möchten, aber richtig mit ihnen warm geworden bin ich nicht. Sie haben dann das Pech, neben einem gruseligen Nachbarn zu wohnen, der noch eine Spur bösartiger ist. Und den Rest kann man sich ziemlich schnell denken...

Der Rest des Films war es, der mich positiv überrascht hat, weil er ein äußerst kurzweiliges Katz-und-Maus-Spiel liefert. Dabei wechselt Schlag auf Schlag, wer die Oberhand hat, und gerade dieses ständige Hin-und-Her hat mir gefallen. Beide Seiten schrekcen nicht vor Gewalt zurück. Das Tempo wird deutlich angezogen und das Ganze war dann schneller vorbei, als ich gedacht hätte.

Wie gesagt, man sollte keine originellen Ideen erwarten, das gibt "The Neighbor" leider nicht her. Aber Spannung bekommt man, finde ich, genug geboten. In Frankfurt gab es dafür Applaus.

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