The Ones Below ★★

Vielleicht bin ich nicht schwanger genug, aber mich hat "The Ones Below" ziemlich gelangweilt zurückgelassen, was für einen Thriller kein gutes Zeichen ist. Und dabei hatte er sogar den Bonus, dass es der erste Film des Tages war.

Und er macht doch eigentlich so vieles richtig. Die Schauspieler und ihre Rollen können überzeugen, und technisch gibt es nichts zu meckern, man bekommt richtig hübsche Bilder geboten. Der eigenwillige Geschmack der neuen Nachbarn bei Mode und Wohnungseinrichtung steuert dazu viel bei. Und zumindest am Anfang werden die beiden geschickt eingeführt. Was sind denn das für Weirdos mit ihren akurat vor der Haustür abgestellten Schuhen? Mit denen KANN doch was nicht stimmen! Mich hatte in diesem Moment wirklich die Neugier gepackt.

Leider verliert der Film aber sehr schnell an Fahrt, und nach den Schuhen kommt nicht mehr viel, was einfallsreich gewesen wäre. Stattdessen das übliche: Eine Fremde mit Kinderwunsch drängt sich ins Leben, will einmal das Kind halten, es füttern, es fotografieren... Keine sonderlich originellen Einfälle. Mir kam es so vor, als wollte man eventuell Schwangere im Kinosaal bloß nicht zu sehr aufregen oder geistig überfordern. Das ganze plätschert vor sich hin, man spürt ein bisschen Unbehagen, und um die Langeweile zu überspielen, wird viel geredet. Das reicht mir aber nicht. Ich wäre gerne zumindest ein bisschen gefordert worden, aber die Story verläuft viel zu vorhersehbar. Und das Finale wird dann noch dermaßen breitgetreten, als würden sie tatsächlich denken, es sei eine Überraschung.

Insgesamt also ein ziemlich belangloser Thriller, der zwar auf den ersten Blick gut gemacht ist, aber mich mit zunehmender Laufzeit leider immer mehr verloren hat.

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