The Rescuers ★★★

BERNARD UND BIANCA habe ich als Kind ein einziges Mal bei einer Wiederaufführung im Kino gesehen, kannte die Geschichte aber vorher von einer Hörspielkassette. Und obwohl ich diese sehr oft gehört haben muss, erinnere ich mich seltsamerweise nur an den Anfang mit der ohrwurmtauglichen Hymne. Bin ich etwa danach so schnell eingeschlafen?

Der Film fängt vielversprechend an. Mir hat gefallen, wie die beiden titelgebenden Mäuse eingeführt wurden. Sie haben Charakter und ergänzen sich mit ihren Stärken und Schwächen. Außerdem ist die gesamte Organisation der Rettungshilfsvereinigung eine putzige Idee. Ja, ich mochte den gesamten Anfang ziemlich. Sobald es in den Teufelssumpf ging, hat mich der Film aber leider ein Stück weit verloren... Die anfangs noch atmosphärische regnerische Stimmung wurde mir auf die Dauer zu trist. Die Tiere, auf die getroffen wird, bleiben entweder austauschbar oder waren mir zu albern. Medusa wirkt wie eine abgehalfterte Cruella Kopie inklusive fahrbarem Untersatz und Sidekick, den sie anschnauzen darf. Und die Musik hat mir überhaupt nicht gefallen. In Szenen, die anscheinend lustig sein sollen, wird übertriebene Comedy-Musik eingespielt. Muss so was sein? Und die gesungenen Lieder werden unsagbar schnulzig... selbst für Disney-Verhältnisse. Die einzige Szene, die ich wegen der aufkommenden Spannung wieder sehr mochte, war die in der Höhle.

Das klang jetzt vielleicht ein wenig zu negativ. Weil ich die beiden Mäuse sympathisch finde und den Anfang mochte, gibt es trotzdem knappe 3 Sterne. Aber ich hatte mir eigentlich mehr erhofft.