The Sword of the Barbarians ★½

1982 war nicht nur mein Geburtsjahr, sondern auch das eines der unterschätztesten Helden des Fantasyfilms: Ator! Er gab mit blonder Lockenpracht direkt in zwei günstig produzierten, italienischen Barbarenkloppern seinen Einstand, um im Schatten Conans das Pappmacheeschwert zu schwingen. Was jedoch viele nicht wissen: Er hatte auch einen Sohn... Sangraal.

Nach Teil 1 und Teil 2 der Ator Reihe stolperten wir eher zufällig über diesen inoffiziellen Ableger, bei dem es mich nicht wundern würde, wenn Ator nur für die Übersetzung des Prologs dazu erfunden wurde, um einen "bekannten" Namen droppen zu können. Schummlereien dieser Art würden zu dem Film passen, denn alleine die Freiheiten, die sich das am Gegenteilstag angefertigte offizielle Artwork nimmt, wären schon einen eigenen Text wert. Weder hat Sangraal lange Haare, noch einen Bart, noch eine Axt, noch einen Helm... und ist das ein MAMMUT im Hintergrund? Schön wäre es gewesen, wenn man auch nur annähernd etwas ähnlich spannendes in diesem Film gesehen hätte! Satttdessen kämpft unser Held gegen immer in die selben schäbigen Faschingsrüstungen gekleideten Fußsoldaten. Da hatte sogar sein Vater eine Spur mehr zu bieten, und den kann man schon nur für Trashabende empfehlen. Immerhin gibt es eine in einem äußerst merkwürdigen barbusigen Kostüm steckende Göttin, einen auf Hügeln herumbrüllenden Bösewicht mit Hang zu schrägen Ritualen, den hilfreichen Quoten-Asiaten und einen weisen Magier mit Nebelmaschine zu bestaunen. In der richtigen Runde kann man Spaß mit Sangraal haben. Die Gefahr besteht allerdings auch, dass man einfach einschläft, während er vom Pfad der Flammen über den Wald des Verderbens zu den Bergen der endlosen Ödnis wandert.