These Final Hours ★★★

Die letzten Stunden... wie würde man sie verbringen, wenn ein Asteroid die Erde getroffen hätte, und man wüsste, dass bald durch die Folgen des Einschlags alles Leben ausgelöscht wird? Eine beliebte Frage, um tiefschürfende Psycho-Diskussionen in Ganz zu setzen. Dieser Film zeigt uns, wie es sein könnte. Nach der ersten Panik beschließen manche, die letzten Stunden möglichst auszukosten und Spaß zu haben. Andere laufen Amok und tun all das, was eigentlich verboten ist. Und wieder andere wollen ihrem Leben lieber selber ein Ende setzen, als auf den Tod zu warten.

THESE FINAL HOURS folgt einem Mann, der sich anfangs noch sehr egoistisch verhält. Kein Sympathieträger, nein. Aber dann rettet er ein kleines Mädchen, um das er sich vortan kümmert, damit sie ihren Vater vor dem Weltuntergang wieder findet.

Hach, ist es nicht wunderwunderschön, wenn sich Mistkerle, die eigentlich unter Schock stehen und panisch sein müssten, in den letzten Stunden der Erde charakterlich wandeln können? Wirklich überzeugt hat mich der Film was das angeht nicht. Dass er dem Mädchen hilft ist eine Sache, das kam noch halbwegs glaubwürdig rüber. Die beiden funktionieren zusammen sehr gut. Die andere Geschichte... nicht wirklich, tut mir Leid. Vielleicht weil das alles die meiste Zeit sehr weit weg wirkt. Und der Mann ist wegen dem was er treibt einfach viel zu unsympathisch, um Mitgefühl mit ihm zu haben.

Ziemlich deprimierend ist der Film auf jeden Fall. Der Typ hat so oder so versagt, da hilft späte Reue wenig. Die "es ist nie zu spät, sich zu ändern" Botschaft erhält einen äußerst bitteren Beigeschmack dadurch, dass es eben in diesem Fall doch ganz gewaltig zu spät sein kann.

Aber deprimierend muss natürlich nicht schlecht sein. Ich fand den Film insgesamt ganz okay. Und bis zuletzt fragt man sich, ob es wirklich dazu kommt, dass alle sterben?

> Meine FFF 2014 Liste