Treasure Planet ★★★

Es gibt durchaus einige Disneyfilme, die zwar nach der Glanzzeit der 90er entstanden sind, die aber trotzdem einen Nerv bei mir treffen. Und ich schätze es, wenn DIsney seine knuddelige Comfort Zone verlässt. Bei ATLANTIS war das Experiment mit einer etwas erwachsener wirkenden Abenteuergeschichte meiner Meinung nach geglückt... aber nur ein Jahr später folgte der eher enttäuschende DER SCHATZPLANET.

Es fällt mir schwer, es genau in Worte zu fassen, aber mir war so viel an diesem Film egal. Die Charaktere, die Gags, die Geschichte und die Emotionen. Während mich zuletzt LILO UND STITCH mit wenigen Bildern emotional auf die Seite der zerrissenen Familie ziehen konnte, gelang das hier nicht. Und obwohl ein Science Fiction Setting unzählige Möglichkeiten bietet, beschränkte sich die Kreativität zum Großteil auf "wir tun so, als wäre das Weltall ein Meer und die Raumschiffe Schiffe". Dass das logisch wenig Sinn ergibt, lasse ich jetzt mal außer Acht, weil mir Phantasie wichtiger ist. Aber irgendwie hatte ich mich sehr schnell an dem Prinzip dieser Welt satt gesehen, und wenn dann ein pupsendes Alien um die Ecke kommt... ach ich weiß nicht... Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Erinnerungswürdige Charaktere und Szenen fehlten mir.

Große Pluspunkte würde ich dem Film aber für das Zusammenspiel von klassischen 2D-Animationen und computergenerierten 3D-Bildern geben. Manchmal sieht es noch etwas holprig aus, aber die meisten Szenen gewinnen dadurch sehr an Dynamik, weil wilde Kamerafahrten möglich werden. Und die Action ist erstklassig.

Sehr knappe 3 Sterne, aber eher für die gelungene technische Umsetzung als dafür, dass mich der Film großartig berührt hätte. Es ist ein kurzweiliges Abenteuer, das nicht weh tut (außer der anstrengende Roboter...), aber man merkt finde ich, dass das gewisse Etwas fehlt.