Twixt ★★

Erster Gedanke: "Was, DER Francis Ford Coppola hat einen so billig wirkenden Film gedreht?" Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir allerdings, dass er schon in früheren Werken einen Hang zum Kitsch gezeigt hat. Zumindest bei DRACULA und PEGGY SUE. Was man TWIXT allerdings sehr anmerkt, ist, dass Coppola entweder keinen Blick für den Einsatz digitaler Effekte hat, oder dass ihm der billige Look völlig egal ist. Denn was man hier präsentiert bekommt, ist mehr als grenzwertig. Dabei schätze ich den Spaß an visuellen Spielereien und Märchenkulissen, aber die Umsetzung sieht halt leider furchtbar aus. Bei DRACULA funktionierten ähnliche Kulissen noch, weil sie ihren handgemachten Charme hatten. Aber auch die Charaktere... so überzeichnet wie sie sind, sollen sie wohl lustig sein (Flamingo!), aber mein Humor wurde nicht wirklich getroffen. Und die Handlung wirkt auch ziemlich konfus. Dass Coppola den Tod seines eigenen Sohnes ausgerechnet in dieser trashig wirkenden Weise verarbeitet hat, lässt das alles noch merkwürdiger wirken.

Definitiv ein ungewöhnlicher Film, der einen kreativen Einblick in den Kopf eines Schriftstellers gewährt... aber leider keiner, der mir sonderlich gut gefallen hat.

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Aktueller Stand unseres Amazon Prime Video Experiments: Wir sind durch die "Kunden schauten auch..." Empfehlungen von POLAROID zu THE HIVE und dann zu TWIXT gelangt.