Under the Skin ★★½

Einen solchen Film auch nur annähernd objektiv bewerten zu wollen, ist unmöglich. Das wäre, als würde man einem abstrakten Bild Schulnoten geben. Es bringt nichts.

Worin sich wahrscheinlich alle einig sein werden, ist, dass er visuell beeindruckend ist und auch seine Musik sehr gut einsetzt.

Bei allem darüber hinaus wird es allerdings schwierig. Sehr schwierig. Deshalb schreibe ich jetzt nur, was ich persönlich dabei empfunden habe, und wer einen ähnlichen Filmgeschmack hat wie ich, für den wird meine Meinung vielleicht hilfreich sein. Allgemeingültig ist sie nicht.

Ich habe mich gelangweilt. Die Handlung kann man nach kurzem Nachdenken in zwei Sätzen zusammenfassen und eine tiefere Botschaft fehlt mir genau so wie erinnerungswürdige Dialoge. Für mich war UNDER THE SKIN ein extrem oberflächlicher Film, weil er so sehr in seinen Bildern schwelgt. Aber nur schön aussehen... das gibt mir nichst. Platt gesagt: Dann gehe ich lieber ins Museum. Ich sehe mir Filme an, weil ich gute Geschichten mag, die mich fesseln. Wenn das ganze dann auch noch visuell begeistern kann, ist das wunderbar, aber an erster Stelle steht für mich immer der Inhalt. Form follows Function.

Ich verstehe, was anderen daran gefällt. Wer ruhige, künstlerische Filme dieser Art mag (ich würde ihn z.B. mit Valhalla Rising vergleichen), der wird UNDER THE SKIN genießen. Er ist keinesfalls schlecht. Aber es sollte einem bewusst sein, dass es eben ein sehr polarisierender Film ist, den man nicht jedem empfehlen kann. Und das hat dann nichts mit "zu blöd dafür" zu tun, sondern ist einfach eine Frage dessen, welche Form von Kunst einen anspricht. Ich würde ihn mir freiwillig nicht noch einmal ansehen.

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