Unholy Women

Unholy Women ★★★½

Horror-Anthologien, bei denen jeder Part überzeugen kann, sind selten. Hier wurden drei japanische Horror-Kurzfilme vereint, die gruselige Frauen zum Thema haben - und das funktioniert meiner Meinung nach ziemlich gut, denn die Länge reicht aus, um Atmosphäre aufzubauen, führt aber nicht zu Langeweile bei den eher reduzierten Story-Ideen. Die drei Episoden bilden außerdem drei unterschiedliche Spielarten des typischen japanischen Horrorfilms ab und sorgen damit für Abwechslung.

"Das Klappern" wirkt wie ein J-Horror-Vertreter der 2000er (die fiesen Geister mit langen schwarzen Haaren) und nimmt direkt Tempo auf. Die Geschichte hat sogar mehr zu bieten, als ich zuerst erwartet hätte. Dazu kommt eine die Protagonistin verfolgende Grusel-Frau, die zwar wahrscheinlich manche eher erheitern als erschrecken wird, aber die ich trotzdem mochte.

"Stahl" geht in eine völlig andere Richtung und setzt auf einen Schuss Humor mit grotesken Body Horror... oder... Sack Horror? Jedenfalls habe ich mich bei diesem seltsamen Date an jene Filme erinnert gefühlt, bei denen man völlig verwirrt und leicht verstört zurück bleibt. Ein weiterer Treffer.

"Das Erbe" letztendlich ist der ruhigste Vertreter unter den drei Episoden und geht stark in die ernste Psycho-Horror-Richtung. Im Vergleich zu den anderen beiden fand ich diese Geschichte aber leider etwas schwächer.