Warm Bodies ★★½

___Teil unserer Oktober-Überraschungsbox___

Ein Zombie entwickelt Gefühle für ein Mädchen... hach ja. Ich wusste vorher schon, dass dieser Film einen schweren Stand bei mir haben wird, denn ich hasse Romanzen. Und Warm Bodies gibt sich keine Mühe, unschnulzig zu sein. Da werden Schallplatten aufgelegt, verliebt geknurrt und bis zur Verwesung angeschmachtet. Selbst wenn ich mich in die Lage von einem Teenie versetze, den das anspricht, bleiben Fragen offen - zum Beispiel, warum die Protagonistin den Tod ihres vorherigen Freundes so eiskalt wegsteckt. Natürlich, es ist die Apokalypse und wir müssen alle hart sein... aber das fand ich leicht irritierend.

Warm Bodies hat aber auch seine gute Seiten. Es gab einige Ideen, die im ausgelutschten Zombiegenre (für mich) tatsächlich neu waren. Zum Beispiel, dass die Zombies die Erinnerungen ihrer Opfer durch das Fressen ihrer Gehirne übernehmen, die "Knochen" oder auch die Entwicklung am Ende des Films (wenn auch deren Auslöser wieder zu sehr aus der Schmalzlecke kam). Dieser Film war außerdem genau das, was er sein wollte. Er hat weder durch all zu dämliche Comedy-Einlagen genervt, noch einen versucht auf richtigen Horrorfilm zu machen. Es ist halt etwas für diejenigen, die eine Zombie-Romanze auf Teenie-Niveau sehen wollen - und alle anderen sollten besser einen Bogen darum machen.