When the Lights Went Out ★★½

Hierbei handelt es sich um einen Horrorfilm, der auch gut als Dokumentation funktioniert hätte - denn es geht um einen Poltergeist, der in den 70ern tatsächlich sein Unwesen getrieben haben soll. Nun sind auf angeblich "wahren" Begebenheiten basierende Gruselgeschichten natürlich nichts neues, sondern diese Textzeile wird inflationär in Vorspännen eingesetzt. Aber in diesem Fall funktioniert es tatsächlich ganz passabel, was vor allem an der zeitgemäßen Aufmachung liegt. Man fühlt sich tatsächlich in die 70er zurückversetzt und das machte für mich einen Großteil des Reizes aus.

Schade, dass die Handlung mit der Optik nicht mithalten kann. Es gibt keinen Spannungsbogen, sondern es werden einfach nur unterschiedliche Geisteraktivitäten aneinandergereiht. Zwischendurch sieht man zwar kurz zwei Versuche, den Geist zu vertreiben, aber diese scheinen genauso unwichtig zu sein wie die Herkunft des Phänomens. Die Episodenhaftigkeit hätte zu einer Dokumentation besser gepasst als zu einem Spielfilm. Da hilft es auch nicht, dass die Schauspieler ihre Arbeit gar nicht einmal schlecht machen. Sympathie für die Figuren kam bei mir leider auch nicht auf.

Die Schockmomente an sich sind nicht vergleichbar mit dem, was man beispielsweise bei asiatischen Geisterfilmen wie "Ju On" geboten bekommt. Anfangs war ich noch guter Dinge, aber gerade zum Ende hin werden sie nur noch lächerlich. Der Film versucht sich zwar an einem alles toppenden Finale, aber gruselig war dieses nicht.

Ein paar ordentliche Ansätze rechtfertigen leider noch keinen kompletten Film. Insgesamt kann ich "When the Lights Went Out" leider nur als Durchschnittskost bezeichnen. Fans von Geisterhausfilmen können ruhig einen Blick riskieren, aber es gibt spannendere Vertreter dieser Filmgattung.