Who Framed Roger Rabbit ★★★½

8. Film unseres Steven Spielberg Marathons.

MEINE MEINUNG ALS KIND:

Was für ein niedlicher Hase, soll das eine Art Bugs Bunny sein? Ich sah FALSCHES SPIEL MIT ROGER RABBIT ziemlich früh, und damals kannte ich animierte Figuren nur als kindgerechte, niedliche Nachmittagsunterhaltung. Nicht die ideale Voraussetzung... Ich war nicht traumatisiert, wie manche andere Kinder, aber ich fand die Geschichte ein wenig langweilig und die Charaktere nicht unbedingt sympathisch. Was sich mir allerdings sehr positiv einprägte, war die der abgedrehte Stil, der Zeichentrick und Realfilm so geschickt kombinierte, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte.

MEINE MEINUNG HEUTE:

Komischerweise scheint ROGER RABBIT ein ziemliches Schattendasein in meinem Bekanntenkreis zu fristen, obwohl er doch ein Meilenstein des Animationsfilms ist und meine Generation ihn eigentlich kennen müsste. Aber wirklich darüber geredet wird selten. Als ich ihn jetzt nach Ewigkeiten wieder gesehen habe, war ich sehr beeindruckt davon, wie gut die Verschmelzung von Trickfiguren und Realfilm auch aus heutiger Sicht noch aussieht. Immerhin reden wir hier von den 80ern, in denen all das noch in umständlicher Handarbeit umgesetzt werden musste. Und auch die reine Zeichentricksequenz am Anfang ist ein absoluter Augenschmaus!

Was die Handlung angeht, bin ich etwas milder gestimmt als damals, denn die Detektivgeschichte um Korruption und Eifersucht richtet sich halt nicht unbedingt an Kinder. Aber ganz mein Fall ist sie auch heute noch nicht. Außerdem bin ich kein großer Fan des Warner Humors, an den mich ROGER RABBIT mehr erinnert, als an Disney (obwohl es eine Disney Produktion ist). Er wirkt hier zumindest angenehmer auf mich als in echten Warner Cartoons oder sehr alten Disney Cartoons. ROGER RABBIT kann man sich auch heute noch gut ansehen und alleine für die technische Umsetzung sollte man das mal getan haben. Aber er ist mit seinem abgedrehten Stil trotzdem ein klarer Fall von Geschmackssache.