XX ★★½

Eine Horror-Anthologie mit vier Kurzfilmen und einer hübsch animierten Rahmenhandlung, die komplett von weiblichen Regisseuren stammt. Wenn man das nicht weiß, fällt es allerdings nicht auf, denn die Themen sind universell gehalten und so könnte es sich um jede x-beliebige Horror-Anthologie handeln. Und ist nicht gerade das schön? Mich stört es immer, wenn behauptet wird, Männer und Frauen müssten zwangsläufig unterschiedliche Filme drehen. "Typische" Frauen- und Männerfilme. XX zeigt wieder einmal, dass man einem Film nicht anmerken muss, was der Regisseur in der Hose hat.

Dass ich zuerst über das Konzept geschrieben habe, liegt daran, dass die Qualität der Kurzfilme leider nichts besonderes ist. Wie bei so vielen Horror-Anthologien gibt es ein, zwei Highlights, während das meiste schnell in Vergessenheit geraten wird. Dabei ist die Durchschnittsqualität technisch gesehen recht hoch, es fehlten für mich nur die Aha-Erlebnisse.

The Box: Mein Favorit unter den vier Kurzfilmen. Aufs wesentliche konzentriert, unangenehm konsequent und mit einer sehr bedrohlichen Atmosphäre. Einzeln würde ich ihn empfehlen. 3,5/5

The Birthday Party: Eine schwarzhumorige Groteske, die eher etwas fürs Auge bietet als eine schlüssige Handlung. Gut gefilmt. Aber für mich hätte sie noch eine Spur verrückter werden müssen. Schulterzucken und weiter. 2/5

Don't Fall: Eine GANZ klassische Monstergeschichte, bei der die Maske gut gelungen ist. Da man ähnliches aber schon sehr oft gesehen hat, bleibt nicht vel hängen. Hatte leider kein Alleinstellungsmerkmal. 2,5/5

Her Only Living Son: Schöne Idee, nach The Box mein Zweitlieblingskurzfilm. Vielleicht hätte man daraus noch mehr rausholen können, aber für die beschränkte Zeit habe ich nicht viel zu meckern. 3/5

Die Rahmenhandlung: Das kreative Highlight, weil die Stop Motion Animationen angenehm verstörend sind. Hat mir sehr gefallen.

Insgesamt schwanke ich zwischen 2,5 und 3 Sternen. Guter Durchschnitt eben.